TY - JOUR
T1 - Leibniz on Possible Individuals
AU - Nachtomy, O.
PY - 2002
Y1 - 2002
N2 - Während Leibniz' Vorstellung eines vollständigen Begriffs viel Beachtung fand, blieb die Frage seiner Begründung im Verstand Gottes eher unbeachtet. In diesem Aufsatz versuche ich auf diese Frage einzugehen, indem ich den Zeitraum (ungefähr 1672-1679), in dem Leibniz die Vorstellung eines vollständigen Begriffs als eine explizite Definition eines Individuums entwickelte, näher untersuche. Meine Darstellung über die Begründung des individuellen Begriffs im Verstand Gottes beinhaltet drei Thesen: (1) Leibniz sieht einen inneren Zusammenhang zwischen der Bildung einfacher Begriffe zu zusammengesetzten Begriffen und der Individuation von Begriffen, so daß die Zusammengesetztheit der Begriffe zu ihrer Individualität und Einzigartigkeit beiträgt. (2) Ein individueller Begriff sollte nicht als eine Menge von Prädikaten betrachtet werden, sondern vielmehr als eine einzigartige Struktur von Prädikaten, in der die Reihenfolge der Prädikate eine essentielle Rolle spielt. (3) Ein individueller Begriff sollte nicht nur mit einer einzigartigen Struktur in Verbindung gebracht werden, sondern auch mit einer kombinatorischen Regel, die eine solche einzigartige Struktur von Prädikaten im Verstand Gottes erzeugt.
AB - Während Leibniz' Vorstellung eines vollständigen Begriffs viel Beachtung fand, blieb die Frage seiner Begründung im Verstand Gottes eher unbeachtet. In diesem Aufsatz versuche ich auf diese Frage einzugehen, indem ich den Zeitraum (ungefähr 1672-1679), in dem Leibniz die Vorstellung eines vollständigen Begriffs als eine explizite Definition eines Individuums entwickelte, näher untersuche. Meine Darstellung über die Begründung des individuellen Begriffs im Verstand Gottes beinhaltet drei Thesen: (1) Leibniz sieht einen inneren Zusammenhang zwischen der Bildung einfacher Begriffe zu zusammengesetzten Begriffen und der Individuation von Begriffen, so daß die Zusammengesetztheit der Begriffe zu ihrer Individualität und Einzigartigkeit beiträgt. (2) Ein individueller Begriff sollte nicht als eine Menge von Prädikaten betrachtet werden, sondern vielmehr als eine einzigartige Struktur von Prädikaten, in der die Reihenfolge der Prädikate eine essentielle Rolle spielt. (3) Ein individueller Begriff sollte nicht nur mit einer einzigartigen Struktur in Verbindung gebracht werden, sondern auch mit einer kombinatorischen Regel, die eine solche einzigartige Struktur von Prädikaten im Verstand Gottes erzeugt.
UR - http://www.jstor.org/stable/40694406?seq=1#page_scan_tab_contents
M3 - ???researchoutput.researchoutputtypes.contributiontojournal.article???
VL - 34
SP - 31
EP - 58
JO - Studia Leibnitiana: Zeitschrift fuer Geschichte der Philosophie und der Wissenschaften
JF - Studia Leibnitiana: Zeitschrift fuer Geschichte der Philosophie und der Wissenschaften
IS - 1
ER -